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Albumbesprechung Stevie Wonder - Innvervisions

Interpret: Stevie Wonder

Titel: Innervisions

Erscheinungsjahr: 1973

Genre: Soul, Funk, R&B

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Innervisions erschien als drittes Studioalbum von Stevie Wonder (ohne den Namenszusatz Little!) im Jahr 1973. Es gehört damit zu den fünf Alben der klassischen Wonder Periode. Letzten Endes kann man sagen, dass er in der Phase seine besten Alben vorlegte und Innervisions gehört fraglos dazu. Die Kritiker waren mehr als überzeugt, es gab praktisch nur Höchstnoten. Das Album wird von vielen Betrachtern als magnum opus Wonders angesehen und zu den wichtigsten Rockalben überhaupt gezählt. In der Rolling Stone Liste der 500 wichtigsten Alben rangiert es auf Platz 23.

Innervisions schaffte es in den USA auf Platz 4, im UK auf Platz 6. In den Black-Charts ging es auf Platz 1. Stilistisch bewegte sich Wonder damals noch stark im klassischen Funk und Soul. Inhaltlich bot Wonder ein großes Spektrum an Themen - von Drogenthemen, sozialer Anklage über Lovesongs war praktisch alles vorhanden. Mit dem Song He's Misstra Know It All klagte Wonder ziemlich offensiv den damaligen US-Präsidenten Nixon an und gab sich damit erstaunlich politisch. Wonder spielte das Album fast wieder im Alleingang ein, er übernahm auch viele Aufgaben der Albumgestaltung selbst. Für das Album gab es einen Grammy als Album Of The Year und Best Engineered Non-Classical Album.

Die Songs:

Too High eröffnet das Album groovig. Mit eingängigen Parts gespickt, pendelt Wonder zwischen Funk und Jazz und präsentiert einen sehr gelungenen Song. Visions ist eine typisch black-soulige Ballade mit gewissen Längen. Living for the City groovt funky, wieder ein guter Song mit einer eingängigen Note. Golden Lady ist, im Gegensatz zu Visions, eine gut gelungene Ballade. Higher Ground überrascht mit einem angedeuteten Reggae-Groove.

Jesus Children of America stellt einen Mix aus Gospel und Funk dar, während All in Love Is Fair balladesk und fast schon ergreifend klingt. Don't You Worry 'bout a Thing dürfte zu den bekanntesten Songs des Albums gehören. Der Song besitzt eine Art Salsa Groove, der ein Karibik-Feeling erzeugt. He's Misstra Know It All beschließt das Album im Singer Songwriter Stil. Das passt gut zu der politischen Anklage.

Fazit Bei Stevie Wonder muss man, zumindest was die Phase der frühen 1970ern angeht, in Superlativen reden. Mit diesem Album legte er wahrscheinlich eines seiner besten Alben vor. Das groovt meist verdammt gut, auch die Balladen können größtenteils überzeugen (eine Ausnahme bildet Visions). Innervisions gehört zu den wichtigen Album der Rockgeschichte.

Trackliste

  1. Too High 4:37
  2. Visions 5:22
  3. Living for the City 7:22
  4. Golden Lady 5:00
  5. Higher Ground 3:42
  6. Jesus Children of America 4:10
  7. All in Love Is Fair 3:42
  8. Don't You Worry 'bout a Thing 4:44
  9. He's Misstra Know It All 5:35

Rezensent: MP

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