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Info und Diskographie: Emerson Lake & Palmer (ELP)

Emerson Lake & Palmer (kurz ELP) waren eine britische Prog-Rock Band, die zu den einflussreichsten der klassischen Prog-Rockbands gehörte und mit King Crimson, Genesis und Yes die großen 4 dieses Genres bildeten.

ELP benannten sich in Supergroupmanier nach den Namen der Mitglieder. Das waren Keith Emerson (keyboards, vormals The Nice), Greg Lake (bass, git, voc - vormals King Crimson) und Carl Palmer (drums, vormals Crazy World Of Arthur Brown). Um 1970 begann das Unternehmen ELP zu agieren. Interessant an der Geschichte: Insider sprechen davon, dass man ursprünglich ein Quartett namens HELP gründen wollte, vierter Mann an Bord hätte Jimi Hendrix sein sollen. Da Hendrix schon 1970 verstarb, hätte aus dieser HELP Sache ohnehin nichts hätte werden können. Interessant wäre es allemal gewesen.

ELP gehörten also zu den großen des klassischen Prog, bei der Besetzung muss man auch klar von einer Supergroup reden. Keith Emerson war damals so etwas wie der Hendrix der Keyboards. Rein anschlagtechnisch war sein Spiel vielleicht nicht immer ganz perfekt, aber ungemein innovativ. Lake war ein guter Bassist und außerdem ein passabler Gitarrist und Sänger, Carl Palmer gehörte zu den besten Drummern jener Zeit. Besonders in der frühen Bandphase warfen die drei ihre Talente in den Topf und schufen so nicht selten eine beeindruckende Melange aus Klassik, Jazz, Rock und Blues.

Die Band konnte bis 1973 scheinbar mühelos ein sehr hohes Niveau halten. Nach einer längeren Pause folgte 1977 das Album Works I, welches gleichsam die Drift der Band Richtung AOR einleitete. Das rächte sich, die Fans der klassischen ELP kamen mit der Musik nicht zurecht und ELP fanden andererseits nicht genug neue Anhänger. 1978 war vorerst Schluss mit der Band. 1984 sollte es zu einer Reunion kommen, allerdings konnte Carl Palmer aufgrund vertraglicher Verpflichtungen nicht teilnehmen. Emerson und Lake holten sich Cozy Powell und formierten die kurzlebige Formation Emerson Lake & Powell.

Im Jahr 1992 gelang es, das Original Line-Up noch einmal zusammenzubringen. Allerdings stand das Ganze unter keinem guten Stern. Das Album Black Moon floppte mehr oder weniger. Danach erkrankte zuerst Drummer Palmer und danach Keith Emerson. Während Palmers Erkrankung vergleichsweise harmlos war, litt Emerson unter einer Lähmung der rechten Hand, welche ihm das Spielen praktisch unmöglich machte. Das 1994er Album wurde mit Hilfe von Studiomusikern fertiggestellt. Auch dieses Album war nicht besonders erfolgreich, 1998 war Schluss mit ELP. Wie schwer diese Erkrankung Emersons wog, wurde erst später klar. Die Bewegungsfähigkeit seiner rechten Hand war scheinbar seit den 1990ern extrem eingeschränkt bzw. stellenweise so schlimm, dass es Emerson praktisch unmöglich war noch auf einem für ihn akzeptablen Niveau zu musizieren. Am 10.03.2016 nahm sich Keith Emerson das Leben, scheinbar litt er schon seit vielen Jahren aufgrund der Probleme mit der Hand unter schweren Depressionen.

Diskographie (Auszug)

  • 1970: Emerson, Lake & Palmer
  • 1971: Tarkus
  • 1971: Pictures At An Exhibition
  • 1972: Trilogy
  • 1973: Brain Salad Surgery
  • 1974: Welcome Back My Friends to the Show That Never Ends …
  • 1977: Works Volume I
  • 1977: Works Volume II
  • 1978: Love Beach
  • 1979: In Concert
  • 1980: The Best Of Emerson, Lake & Palmer
  • 1992: The Atlantic Years
  • 1992: Black Moon
  • 1993: Live at the Royal Albert Hall
  • 1993: The Return of the Manticore
  • 1994: The Best Of Emerson, Lake & Palmer
  • 1994: In The Hot Seat
  • 1995: I Believe in Father Christmas (EP)
  • 1996: Works Live
  • 1997: Greatest Hits Live
  • 1997: Live at the Isle of Wight Festival
  • 1997: ELP In Concert On The King Biscuit Flower Hour
  • 1998: Then & Now