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Info und Diskographie: Joe Satriani

Joe "Satch" Satriani gehört zu den wichtigsten modernen Rockgitarristen. Er verhalf der Gitarre zu einem ganz neuen Stellenwert, nachdem er überraschenderweise mit dem 1987er Album Surfing With The Alien in die Charts gelangen konnte. Es war das erste Instrumentalalbum, das seit Menschengedenken wieder einmal in die US-Charts einzog. Damit ebnete Satriani vielen Gitarristen den Weg zum kommerziellen Erfolg.

Dabei war Satriani bis dahin eigentlich noch nicht so richtig in Erscheinung getreten, zumindest war er dem breiten Publikum eher unbekannt. Satriani wurde als Joseph Satriani am 15.07.1956 in Westbury, New York in den USA geboren. Wie so viele Gitarristen, wurde auch Satriani von Jimi Hendrix zum Gitarrespiel gebracht. Da war Joe 14 Jahre alt. Satriani nahm unter anderem Unterricht beim bekannten Jazzgitarristen Billy Bauer sowie beim Jazzpianisten Lennie Tristano. Dabei übte vor allem der Ansatz von Tristano einen großen Einfluss auf Satriani und sein Spiel aus.

Satriani begann Unterricht zu geben, einer seiner frühen Schüler war Steve Vai. Danach zog es ihn nach Berkeley. Auch dort verdingte er sich anfangs vor allem als Gitarrenlehrer. Dabei unterrichtete er eine Schar recht illustrer Gitarristen - u. a. Kirk Hammet von Metallica, Marty Friedman (ehemals Megadeth), Alex Skolnick von Testament, Larry LaLonde von Primus und viele mehr.

Wahrscheinlich war es dann sogar einer seiner ehemaligen Schüler, die Satriani ins Gespräch brachten. Denn sein ehemaliger Schüler Steve Vai hatte sich mittlerweile einen guten Ruf erspielt. Vai äußerte sich in Gitarrenmagazinen mehrfach über den genialen Satriani, wodurch es diesem möglich wurde, eigene Aufnahmen zu produzieren. Das erste Album Not Of This Earth sorgte für Aufsehen in Gitarristenkreisen, war aber noch nicht erfolgreich. Schon sein zweites Album Surfing With The Alien wurde aber ein überragender Erfolg. Einige Titel kamen in die Charts, Satriani stieg auf zum Gitarrensuperstar. Ein Jahr später wurde er als Tourgitarrist für Mick Jagger engagiert, was ihm weitere Berühmtheit brachte.

1989 folgte das Soloalbum Flying In A Blue Dream, welches in den Charts sogar noch höher platziert war als der Vorgänger. 1992 veröffentlichte Satriani das Soloalbum The Extremist, das von vielen Fans als sein stärkstes Album betrachtet wird. Auch die Kritiker waren begeistert vom Album. Einige Songs wurden wiederum sehr bekannt, in Deutschland war vor allem der Song Cryin' sehr beliebt. Der Song wurde gerne von der Sportschau zur Untermalung von Fußballszenen genutzt.

1993 überraschte die Nachricht, dass Satriani bei Deep Purple als Gitarrist einsteigt. Allerdings half Satch nur für die anstehende Tournee aus, ein weiteres Engagement lehnte er ab. Ein Problem war wohl auch, dass er kurz zuvor einen Vertrag mit Sony über mehrere Soloalben abgeschlossen hatte.

1996 rief Satriani das Gitarrenprojekt G3 ins Leben. Es handelt sich sozusagen um einen Gitarrengipfel, bei dem jeweils drei (ab 2015 soll das Unternehmen vier Gitarristen haben und dementsprechend G4 heißen) der weltbesten Gitarristen zusammen auf Tour gingen. Anfangs waren das Satriani, Steve Vai und Eric Johnson. Die einzige Konstante ist im Prinzip Satriani, der immer wieder andere Gitarristen einlädt. Steve Vai ist relativ oft mit dabei. Daneben gesellten sich Größen wie John Petrucci, Uli Jon Roth, Yngwie Malmsteen, Robert Fripp, Steve Morse, Michael Schenker und andere dazu.

Satriani hatte sich mittlerweile fast schon einen Kultstatus in der Gitarrenwelt erspielt. Alle seine Alben verkauften sich relativ gut. Aber der große kommerzielle Erfolg ließ ab den Alben Crystal Planet und Engines Of Creation etwas nach. Vor allem hatten viele Fans mit den Experimenten Satrianis gewisse Probleme. 2008 erschien Professor Satchafunkilus and the Musterion of Rock, das wiederum sehr zurückhaltend von Kritikern und Fans bewertet wurde.

Im Jahr 2008 wurde die Information verbreitet, dass sich Satriani an einem Hardrock Projekt namens Chickenfoot mit Sammy Hagar, Michael Anthony und Chad Smith beteiligt. Aus dieser Supergroup wurde tatsächlich etwas, die resultierenden Alben verkauften sich äußerst gut.

 

Diskographie Joe Satriani (Auszug)

  • 1984 The Joe Satriani (EP)
  • 1986 Not of This Earth
  • 1987 Surfing with the Alien
  • 1988 Dreaming #11 (EP)
  • 1989 Flying in a Blue Dream
  • 1992 The Extremist
  • 1993 Time Machine
  • 1993 The Beautiful Guitar (Compilation)
  • 1993 Time Machine (Live, Compilation)
  • 1995 Joe Satriani
  • 1998 Crystal Planet
  • 2000 Additional Creations (EP)
  • 2000 Engines of Creation
  • 2001 Live in San Francisco
  • 2002 Strange Beautiful Music
  • 2003 The Electric Joe Satriani: An Anthology
  • 2004 Is There Love in Space?
  • 2005 One Big Rush (Compilation)
  • 2006 Super Colossal
  • 2006 Satriani Live!
  • 2008 Professor Satchafunkilus and the Musterion of Rock
  • 2008 Original Album Classics (Compilation)
  • 2010 Black Swans And Wormhole Wizards
  • 2013 Unstoppable Momentum
  • 2015 Shockwave Supernova

G3-Live Alben

  • 1997 G3 Live Satriani, Eric Johnson und Steve Vai
  • 2004 G3 Live in Denver (mit Steve Vai und Yngwie Malmsteen)
  • 2005 G3 Live in Tokyo (mit Steve Vai und John Petrucci)

Mit Chickenfoot

  • 2009 Chickenfoot
  • 2011 Chickenfoot III

 

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